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Mecklenburg-Vorpommern regional –Der Wohnimmobilienmarkt 2021

Über den Immobilienpreisspiegel der Landesbausparkassen „Markt für Wohnimmobilien 2021“ haben wir bereits berichtet. Wie auch im letzten Jahr stellen wir euch in den nächsten Wochen in lockerer Reihenfolge die regionalen Immobilienmärkte für gebrauchte Eigenheime in unserem Geschäftsgebiet – Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt. Sachsen, Brandenburg - vor.

Über die Suchfunktion unter www.lbs-mfw.de. könnt ihr außerdem die Segmente Bauland, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen nach Neubau- und Gebrauchtwohnungsmarkt selektieren und nach einem konkreten Ort suchen. Grafisch aufbereitet und mit kurzen Erläuterungstexten versehen sind außerdem die relevanten gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen, etwa die Entwicklung von Einkommen und Sparquote sowie Baupreisen und Mieten.

Eines gilt für alle.

Der aktuelle Kaufpreisspiegel bestätigt den Aufwärtstrend bei den Preisen in den meisten größeren Städten in unserem Geschäftsgebiet. Das ist das Ergebnis der Studie „Markt für Wohnimmobilien 2021“ der Landesbausparkassen. Wegen der günstigen Zinsen ist die Nachfrage nach Eigenheimen unverändert hoch und weit größer als das Angebot. Die Immobilienvermittler von LBS und Sparkassen erwarten für 2021 einen kräftigen Anstieg der Wohnimmobilienpreise. Nach den Pandemieerfahrungen ist das Umland besonders gefragt und laut unserem Preisspiegel oft noch günstig.

Sonne, Sand und Me(h)r

Wir starten heute mit Mecklenburg-Vorpommern und beleuchten den Markt für gebrauchte Einfamilienhäuser.

 

Hier findet ihr eine Übersicht:

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Eine Aussage trifft der Immobilienspiegel: Weiter steigende Preise in Mecklenburg-Vorpommern – Schwerin hat die höchsten Kaufpreise. Auch Greifswald ist für Hauskäufer teuer.

Regionale Preise für Immobilien

Der Immobilienmarkt ist auch in Mecklenburg-Vorpommern von steigenden Preisen geprägt. Die höchsten Preise für gebrauchte Eigenheime werden in der Landeshauptstadt Schwerin verlangt. Der hier am häufigsten genannte Wert für ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus liegt bei 450.000 Euro. Das sind 185.000 Euro mehr als noch vor fünf Jahren. So sind allein nur in der Landeshauptstadt die Angebotspreise in den letzten fünf Jahren um fast 70 Prozent gestiegen. Allein im letzten Jahr waren es hier 13 Prozent. Teuer wird es für Hauskäufer auch in Rostock. Dort kostet ein Haus 400.000 Euro. In Greifswald liegt der Standardpreis bei durchschnittlich 320.000 Euro.

 

In Rostock stiegen die Preise im Vergleichszeitraum um 75.000 Euro, in Greifswald um 100.000 Euro. Wegen der günstigen Zinsen ist die Nachfrage nach Eigenheimen besonders hoch und weit größer als das Angebot in den größeren Städten. Das wirkt sich auch auf die Preise in den „Speckgürteln“ der Städte aus. So werden in Bad Doberan durchschnittliche Preise von 230.000 Euro erzielt. Das sind 40.000 Euro mehr als im Vergleichszeitraum 2016.

 

Auf den nachfolgenden Plätzen der Preisskala in Mecklenburg-Vorpommern folgen die Städte Neubrandenburg mit Eigenheimpreisen von 290.000 Euro (+ 95.000 Euro), Stralsund mit 275.000 Euro (+ 75.000 Euro) sowie Wismar und Neustrelitz mit 240.000 Euro. In Wismar sind die Preise in den letzten fünf Jahren um 90.000 Euro gestiegen, in Neustrelitz um 50.000 Euro. Günstige Eigenheimpreise findet man in Güstrow mit 230.000 Euro (+ 50.000 Euro), Boizenburg/Elbe mit 200.000 Euro, Hagenow mit 180.000 Euro, Demmin mit 170.000 Euro sowie in Ludwigslust, wo man den Hauskauf bereits mit 155.000 Euro verwirklichen kann.

Der Markt für Wohnimmobilien 2021

Die Immobiliengesellschaften von LBS und Sparkassen erwarten für 2021 einen kräftigen Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Deutschland. Im Durchschnitt sehen die befragten Vermittler Preissteigerungen zwischen gut 4 Prozent für neue Reihenhäuser und knapp 7 Prozent für Bauland. Gebrauchte Einfamilienhäuser könnten sich demnach um rund 5 Prozent verteuern.

 

Die Spanne der Preiserwartungen ist teilweise groß und erreicht regional mehr als 10 Prozent. Seit der letztjährigen Frühjahrsumfrage, also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, wurden nahezu sämtliche Preisprognosen durch die Experten noch einmal angehoben. Die Einschätzung basiert auf der Erwartung, dass sich das Angebot in allen Marktsegmenten weiter verknappt, während die Nachfrage abermals zunimmt. Diese Entwicklung zeigt vor allem, wie wichtig den Menschen ein gesichertes Zuhause, besonders in Krisenzeiten, ist. Das Kaufinteresse an Bauland sowie älteren freistehenden Einfamilienhäusern dürfte besonders groß ausfallen, aber auch gebrauchte Reihenhäuser könnten wieder höher im Kurs stehen. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen dagegen wächst voraussichtlich nicht mehr ganz so dynamisch wie in den zurückliegenden Jahren. Den größten im Engpass im Angebot sehen die Immobilienvermittler weiterhin beim Bauland.

Woher kommt das Eigenkapital

Noch immer gehören Bausparverträge neben den eigenen Ersparnissen zu den beliebtesten Finanzierungsbausteinen von Wohneigentums-Ersterwerbern. Wenn ihr mit dem Gedanken an Wohneigentum spielt, lasst euch von unseren Immobilienvermittlern und Finanzierungsexperten in eurer Region beraten.

 

Ein Bausparvertrag sichert bereits heute bei Vertragsabschluss die niedrigen Darlehenszinsen. Und man kann es nicht oft genug sagen: Fördermöglichkeiten wie Wohnungsbauprämie, Wohn-Riester und auch noch das Baukindergeld machen alles noch interessanter und vor allem lukrativ.


Autor: Gastbeitrag von Ariane Greiner