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Brandenburg regional – Der Wohnimmobilienmarkt 2021

Über den Immobilienpreisspiegel der Landesbausparkassen „Markt für Wohnimmobilien 2021“ haben wir bereits berichtet. Wie auch im letzten Jahr stellen wir euch in den nächsten Wochen in lockerer Reihenfolge die regionalen Immobilienmärkte für gebrauchte Eigenheime in unserem Geschäftsgebiet – Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt. Sachsen, Brandenburg - vor.

Über die Suchfunktion unter www.lbs-mfw.de könnt ihr außerdem die Segmente Bauland, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen nach Neubau- und Gebrauchtwohnungsmarkt selektieren und nach einem konkreten Ort suchen. Grafisch aufbereitet und mit kurzen Erläuterungstexten versehen sind außerdem die relevanten gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen, etwa die Entwicklung von Einkommen und Sparquote sowie Baupreisen und Mieten.

Eines gilt für alle.

Der aktuelle Kaufpreisspiegel bestätigt den Aufwärtstrend bei den Preisen in den meisten größeren Städten in unserem Geschäftsgebiet. Das ist das Ergebnis der Studie „Markt für Wohnimmobilien 2021“ der Landesbausparkassen. Wegen der günstigen Zinsen ist die Nachfrage nach Eigenheimen unverändert hoch und weit größer als das Angebot. Die Immobilienvermittler von LBS und Sparkassen erwarten für 2021 einen kräftigen Anstieg der Wohnimmobilienpreise. Nach den Pandemieerfahrungen ist das Umland besonders gefragt und laut unserem Preisspiegel oft noch günstig.

Mehr als märkischer Sand und Kiefern

Kies braucht man, Kiefern sind vorhanden. Mehr als ein Drittel der Brandenburger Fläche ist von Wald bewachsen. Heute stehen dort meist Kiefern. Sie machen 88 Prozent aller Waldbäume aus. Sie sind anspruchslos und schnellwachsend und werden so schnell zu Holz, das verarbeitet werden kann. Aber Brandenburg ist neben dieser typischen Landschaft mit seinen Seen, Sandwegen und Kiefernwäldern auch ein begehrtes Land zum Leben und Wohnen, allein schon durch die Nähe zu Berlin. Das wirkt sich auch auf die Preise aus und so braucht man relativ viel Kies, um sich den Wunsch nach dem Eigenheim zu erfüllen. In unserer kleinen Reihe stellen wir euch heute den Markt für gebrauchte Einfamilienhäuser in Brandenburg vor.

 

Hier findet ihr eine Übersicht:

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Preisspiegel Brandenburg Teil 1
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Preisspiegel Brandenburg Teil 2
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Eine Aussage trifft der Immobilienspiegel: Weiter steigende Preise in Brandenburg - Kleinmachnow hat die höchsten Kaufpreise. Auch die Landeshauptstadt Potsdam und Falkensee ist für Hauskäufer teuer.

Regionale Preise für Immobilien

Der Immobilienmarkt ist auch in Brandenburg von steigenden Preisen geprägt. Die höchsten Preise für gebrauchte Eigenheime werden in Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark) und in der Landeshauptstadt Potsdam verlangt. Wer hier ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus erwerben möchte, muss im Durchschnitt 790.000 Euro aufbringen. Teuer wird es für Hauskäufer auch in der Landeshauptstadt Potsdam für 550.000 Euro sowie in den Landkreisen Havelland (Falkensee), Potsdam-Mittelmark (Stahnsdorf), Teltow-Fläming (Rangsdorf) und teilweise Märkisch-Oderland (Hoppegarten).

 

Unser aktueller Kaufpreisspiegel zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend bei den Preisen in den meisten brandenburgischen Städten. So sind beispielsweise die Angebotspreise in den letzten fünf Jahren in Kleinmachnow von 435.000 auf 790.000 Euro, in Potsdam von damals 385.000 Euro auf die jetzt ermittelten 550.000 Euro gestiegen. Wegen der günstigen Zinsen ist die Nachfrage nach Eigenheimen besonders hoch und weit größer als das Angebot in den einzelnen Städten. Das wirkt sich auch auf die Preise in den „Speckgürteln“ der Städte aus. So ist der Landkreis Havelland wegen seiner Nähe zu Potsdam und Berlin eine der teuersten Regionen in Brandenburg. Für ein gebrauchtes Ein- oder Zweifamilienhaus muss ein Normalverdiener in Falkensee inzwischen durchschnittlich 550.000 (+ 185.000) bezahlen, in Brieselang sind es 400.000 Euro (+ 145.000). In Stahnsdorf liegen die Durchschnittspreise bei 525.000 Euro. In Hoppegarten kosten gebrauchte Immobilien im Schnitt 450.000 Euro. Hier hat sich der Preis seit 2016 verdoppelt.

 

Auf den nachfolgenden Plätzen der brandenburgischen Preisskala stehen die Orte Schöneiche und Neuenhagen mit durchschnittlichen Eigenheimpreisen von jeweils 450.000 Euro, Hennigsdorf 445.000 Euro, Rangsdorf 435.000 Euro und Erkner 400.000 Euro, Blankenfelde-Mahlow mit 385.000 Euro, gefolgt von Ahrensfelde mit 370.000. Für 380.000 Euro ist ein Eigenheim in Nauen machbar. Im preislichen Mittelfeld von 250.000 Euro bis 200.000 Euro liegen die Orte Luckenwalde, Cottbus, Fürstenwalde und Schwedt sowie Brandenburg und Rüdersdorf. In Neuruppin bekommt man ein Eigenheim noch für 200.000 Euro. In der Preisspanne zwischen 190.000 und 150.000 Euro sind Immobilien in Eberswalde (195.000 Euro), Frankfurt (Oder) (190.000 Euro), Spremberg (160.000 Euro), Eisenhüttenstadt und Guben (jeweils 160.000 Euro) erschwinglich. Die günstigsten gebrauchten Eigenheime finden sich Forst für 140.000 Euro und in Finsterwalde für 110.000 Euro.

Der Markt für Wohnimmobilien 2021

Die Immobiliengesellschaften von LBS und Sparkassen erwarten für 2021 einen kräftigen Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Deutschland. Im Durchschnitt sehen die befragten Vermittler Preissteigerungen zwischen gut 4 Prozent für neue Reihenhäuser und knapp 7 Prozent für Bauland. Gebrauchte Einfamilienhäuser könnten sich demnach um rund 5 Prozent verteuern.

 

Die Spanne der Preiserwartungen ist teilweise groß und erreicht regional mehr als 10 Prozent. Seit der letztjährigen Frühjahrsumfrage, also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, wurden nahezu sämtliche Preisprognosen durch die Experten noch einmal angehoben. Die Einschätzung basiert auf der Erwartung, dass sich das Angebot in allen Marktsegmenten weiter verknappt, während die Nachfrage abermals zunimmt. Diese Entwicklung zeigt vor allem, wie wichtig den Menschen ein gesichertes Zuhause, besonders in Krisenzeiten, ist. Das Kaufinteresse an Bauland sowie älteren freistehenden Einfamilienhäusern dürfte besonders groß ausfallen, aber auch gebrauchte Reihenhäuser könnten wieder höher im Kurs stehen. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen dagegen wächst voraussichtlich nicht mehr ganz so dynamisch wie in den zurückliegenden Jahren. Den größten im Engpass im Angebot sehen die Immobilienvermittler weiterhin beim Bauland.

Wie nutze ich die Förderung optimal

Der Staat spart mit. Bausparer unterstützt der Staat mit Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und Wohn-Riester. Mit der seit 2021 verbesserten Wohnungsbauprämie, können deutlich mehr Bausparer von einer höheren Prämie profitieren. Die Einkommensgrenzen wurden deutlich angehoben: Alleinstehende dürfen bis zu 35.000 Euro zu versteuerndes Einkommen im Jahr verdienen, Verheiratete sogar bis zu 70.000 Euro. Auch der Fördersatz stieg auf 10 Prozent für Einzahlungen von bis zu 700 Euro pro Jahr für Singles (bisher 512 Euro) bzw. 1.400 Euro für Verheiratete (bisher 1.024 Euro).

 

Staatliche Förderungen unterstützen wesentlich beim Eigenkapitalaufbau auf dem Weg in die eigenen vier Wände. Bei Nutzung aller Zulagen und Zuschüsse wird das Sparziel wesentlich schneller erreicht. Sprecht unsere Baufinanzierungsexperten an.


Autor: Gastbeitrag von Ariane Greiner