· 

Sachsen-Anhalt regional: Der Wohnimmobilienmarkt 2021

Über den Immobilienpreisspiegel der Landesbausparkassen „Markt für Wohnimmobilien 2021“ haben wir bereits berichtet. Wie auch im letzten Jahr stellen wir euch in lockerer Reihenfolge die regionalen Immobilienmärkte für gebrauchte Eigenheime in unserem Geschäftsgebiet – Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt. Sachsen, Brandenburg - vor. 

Über die Suchfunktion unter www.lbs-mfw.de. könnt ihr außerdem die Segmente Bauland, Reihenhäuser und Eigentumswohnungen nach Neubau- und Gebrauchtwohnungsmarkt selektieren und nach einem konkreten Ort suchen. Grafisch aufbereitet und mit kurzen Erläuterungstexten versehen sind außerdem die relevanten gesamtwirtschaftlichen Einflussgrößen, etwa die Entwicklung von Einkommen und Sparquote sowie Baupreisen und Mieten. 

Eins gilt für alle

Der aktuelle Kaufpreisspiegel bestätigt den Aufwärtstrend bei den Preisen in den meisten größeren Städten in unserem Geschäftsgebiet. Das ist das Ergebnis der Studie „Markt für Wohnimmobilien 2021“ der Landesbausparkassen. Wegen der günstigen Zinsen ist die Nachfrage nach Eigenheimen unverändert hoch und weit größer als das Angebot. Die Immobilienvermittler von LBS und Sparkassen erwarten für 2021 einen kräftigen Anstieg der Wohnimmobilienpreise. Nach den Pandemieerfahrungen ist das Umland besonders gefragt und laut unserem Preisspiegel oft noch günstig.

 

 

Hier findet ihr auch eine Übersicht.

Download
Preisspiegel Sachsen-Anhalt 2021
Städte A bis S
Preisspiegel_S-A_1_2021.pdf
Adobe Acrobat Dokument 643.3 KB
Download
Preisspiegel Sachsen-Anhalt 2021
Städte T bis Z
Preisspiegel_S-A_2_2021.pdf
Adobe Acrobat Dokument 637.9 KB

Rotkäppchen, ein Reformator und eine Himmelsscheibe

Sachsen-Anhalt ist ein Wirtschafts- und Tourismusstandort mit einer beindruckenden Kulturgeschichte und Landschaft. Motto des Bundeslandes selbst ist: Land der Reformation. Was für Schlagworte für eine Region, die uns allen durch außergewöhnliche Persönlichkeiten und Geschehen bekannt ist. Was für eine Sensation war der Fund der Himmelsscheibe von Nebra. Und so ist das Land mit den vielen Burgen, Parks und nicht zuletzt durch seinen Rotkäppchen-Sekt in aller Munde. Und es lebt sich hier auch gut. Die Eigentumsquote Sachsen-Anhalt beträgt immerhin 37 Prozent.

 

Übrigens ist Sachsen-Anhalt 2021 Ausrichter der Feierlichkeiten zu 31 Jahre Deutsche Einheit. Das Motto in diesem Jahr: „Gemeinsam Zukunft formen“ Seid dabei!

Regionale Preise für Immobilien

Eine Aussage trifft unser LBS-Immobilienspiegel: Die Preise in Sachsen-Anhalt steigen weiter. Und Wernigerode hat die höchsten Eigenheimpreise.

 

Der Immobilienmarkt ist auch hier von steigenden Preisen geprägt, so das Ergebnis der oben genannten Studie. Für Sachsen-Anhalt wurden 37 Städte erfasst. Die höchsten Preise für gebrauchte Eigenheime werden nach wie vor in Wernigerode verlangt. Wer hier ein freistehendes Ein- oder Zweifamilienhaus erwerben möchte, muss im Durchschnitt 350.000 Euro aufbringen. Vor fünf Jahren war hier ein Immobilienkauf noch für 215.000 Euro realisierbar. Teuer wird es für Hauskäufer auch in der Landeshauptstadt Magdeburg, in Salzwedel, Merseburg und Halle. Unser aktueller Kaufpreisspiegel bestätigt den Aufwärtstrend bei den Preisen in den meisten größeren Städten. So sind beispielsweise in der Landeshauptstadt Magdeburg die Angebotspreise in den letzten fünf Jahren von 220.000 Euro auf die jetzt ermittelten 265.000 Euro gestiegen. In Salzwedel werden für gebrauchte Eigenheime 140.000 Euro mehr verlangt als noch vor fünf Jahren. Dies entspricht einer Steigerung von 100 Prozent. Aber auch in Merseburg und Dessau werden 80.–90.000 Euro mehr verlangt. Wegen der günstigen Zinsen ist die Nachfrage nach Eigenheimen besonders hoch und weit größer als das Angebot in den einzelnen Städten. Das wirkt sich auch auf die Preise in den „Speckgürteln“ der Städte aus.

 

 

Spitzenreiter bei den gestiegenen Preisen sind auch Schkopau, Köthen, Haldensleben mit einer Steigerung um jeweils 60.000 Euro zwischen 230.000 und 190.000 Euro. Die Standardpreise in Halle und Gardelegen liegen bei 220.000 Euro (+ 30.000 Euro). In Blankenburg zahlen Käufer ebenfalls durchschnittlich 200.000 Euro. Auf den nachstehenden Plätzen der Preisskala befinden sich die Städte Landsberg, Naumburg sowie Wittenberg mit durchschnittlichen Eigenheimpreisen von 180.000 Euro, gefolgt von Oschersleben und Teutschenthal. An der 150.000-Euro-Grenze der Durchschnittspreise liegen Burg, Halberstadt und Schönebeck. Die günstigsten Eigenheime findet man unter anderem für 110.000 Euro in Zeitz sowie in Sangerhausen und Bernburg. In Hohe Börde sind 80.000 Euro für einen Hauskauf nötig. 

Der Markt für Wohnimmobilien 2021

Die Immobiliengesellschaften von LBS und Sparkassen erwarten für 2021 einen kräftigen Anstieg der Wohnimmobilienpreise in Deutschland. Im Durchschnitt sehen die befragten Vermittler Preissteigerungen zwischen gut 4 Prozent für neue Reihenhäuser und knapp 7 Prozent für Bauland. Gebrauchte Einfamilienhäuser könnten sich demnach um rund 5 Prozent verteuern.

 

Die Spanne der Preiserwartungen ist teilweise groß und erreicht regional mehr als 10 Prozent. Seit der letztjährigen Frühjahrsumfrage, also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie, wurden nahezu sämtliche Preisprognosen durch die Experten noch einmal angehoben. Die Einschätzung basiert auf der Erwartung, dass sich das Angebot in allen Marktsegmenten weiter verknappt, während die Nachfrage abermals zunimmt. Diese Entwicklung zeigt vor allem, wie wichtig den Menschen ein gesichertes Zuhause, besonders in Krisenzeiten, ist. Das Kaufinteresse an Bauland sowie älteren freistehenden Einfamilienhäusern dürfte besonders groß ausfallen, aber auch gebrauchte Reihenhäuser könnten wieder höher im Kurs stehen. Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen dagegen wächst voraussichtlich nicht mehr ganz so dynamisch wie in den zurückliegenden Jahren. Den größten im Engpass im Angebot sehen die Immobilienvermittler weiterhin beim Bauland.

Kapitalquellen fürs Eigenheim

In der Corona-Pandemie ist vielen von euch der Wert des eigenen Zuhauses bewusstgeworden. Für die meisten Menschen war vorher schon Haus- und Grundbesitz ein großer Wunsch und auch die beste Geldanlage. Für den Sprung in die eigenen vier Wände lohnt sich ein Bausparvertag auf Grund der staatlichen Förderung. Aktuell sparen Neu-Eigentümer für den Wunsch durchschnittlich 9,7 Jahre. Um die Finanzierungsanforderungen zu erfüllen, wird vermehrt Eigenkapital eingesetzt. Dazu zählen besonders Erbschaften und Schenkungen, aber auch Wertpapiere. Allein Bausparverträge nehmen hier einen Anteil von 13 Prozent ein. Wir beraten euch gern ringsum.  

Beitrag von Ariane Greiner