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Tag der Vinyl-Schallplatte

Du vergisst sie nie. Nein, nicht die erste Liebe. Die vergisst sowieso niemand. Das weiß jeder. Ich meine die erste, vom eigenen Taschengeld gekaufte Schallplatte. Meine war „Changing All The Times“ von Smokey. Damals noch mit „ey“ am Namensende. Das mussten Sie dann nach einer Klage der Soullegende Smokey Robinson in „ie“ ändern. Aber das nur am Rande. Musik schreibt viele Geschichten.

 

Natürlich wandelt sich der Musikgeschmack mit den Jahren. Deshalb würde ich mir wünschen, ich hätte Euch mit einer Scheibe beeindrucken können, die mehr hermacht. Aber es ist nun mal, wie es ist. Und bei mir eben: Smokey. Zu meiner Entschuldigung kann ich nur sagen: Ich war jung und hatte das Geld.

Renaissance des Vinyls

Die Schallplatte erlebt gerade so etwas wie eine Renaissance. Aller Digitalisierung zum Trotz. Mit stetig wachsenden Verkaufszahlen. Und dazu tragen nicht nur diejenigen bei, die mit Vinyl groß geworden sind. Schaut euch auf Flohmärkten, Plattenbörsen oder in Plattenläden um – hier blättert sich jung neben alt durch die Bestände.

 

Und ja, es gibt sie tatsächlich noch, die Plattenläden. Nicht mehr prominent in der Haupteinkaufsstraße, sondern mehr oder weniger versteckt in preisgünstigeren Lagen. Aber wer suchet, der findet. Und finden

lässt sich dort immer etwas. Seien es Scheiben aus der eigenen Jugendzeit 2nd Hand. Die man sich damals neu nicht leisten konnte. Oder eben aktuelle Neuerscheinungen. Die haben dann allerdings so ihren Preis. Aber da muss der wahre Vinylfan durch.

Lobgesang auf den Plattenladen

Seit einigen Jahren feiern die Plattenläden ihre bemerkenswerte Widerstandskraft gegenüber moderneren Tonträgern mit dem „Record Store Day“. Sie sagen damit: „Hey, wir sind immer noch da und haben Euch weiterhin etwas zu bieten.“ Schätze Eurer Jugend ebenso wie Neues. Preisgünstiges wie Rares und Exklusives. Zum Anschauen, Anfassen und selbstverständlich Abspielen und Anhören.

 

Die einst gut gemeinte Idee, verkommt leider mehr und mehr in Kommerz. Da werden aus diesem Anlass Sondereditionen herausgegeben, die niemand braucht. Schon gar nicht zu den aufgerufenen Preisen. Aber als Fan musst Du das Teil natürlich haben. Da denke ich wehmütig an die Anfänge zurück. Als ich zusammen mit rund einem Dutzend anderer Musikfans in einem Berliner Plattenladen den irischen Singer-/Songwriter Mick Flannery live erleben durfte. Für lau. Hautnah.

Der Sammlung ein Zuhause

Ich bin selbstverständlich gegen Sondereditionen jeglicher Art immun. Dachte ich zumindest bis vor kurzem. Denn diese Teile haben etwas extrem Lästiges. Immer ist ein besonderer Bonus dabei, der dein Portemonnaie öffnen soll. Und leider öffnet. In meinem Fall war es die Sonderedition zum 50-jährigen Erscheinen der Debut-LP von Van Der Graaf Generator, „The Aerosol Grey Machine“. Obwohl ich die Scheibe bereits in doppelter Ausfertigung besitze: in der Fontana- und der Mercury-Pressung. Letztere wartet mit drei zusätzlichen Songs auf. Da muss man die haben. Klar, oder?

 

Der Bonus, der mich nötigte: Eine Neuauflage der ersten Vinyl-Single der Band, „People You Were Going To“ / „Firebrand“. Im Original praktisch nicht zu bekommen. Und wenn, dann bei eBay für schlappe 3.000 Euro. Keine

schlechte Rendite. Wenn man bedenkt, dass sie damals für circa 3 Euro zu haben war. Vinyl heißt unter Plattenfreunden nicht umsonst „schwarzes Gold“.

 

So betrachtet war die Edition ein echtes Schnäppchen. Ich muss jetzt bloß 50 Jahre warten. Bis dahin macht sie in meiner Sammlung richtig was her. Und möglicherweise traue ich mich ja irgendwann, sie abzuspielen. Kleiner Scherz. Denn das ist doch gerade das Schöne an dieser speziellen Sammelleidenschaft. Du hast nicht bloß etwas Dekoratives, das deine Wohnung zu staubt. Sondern etwas, das Du tatsächlich täglich benutzen kannst.

Hausmusik im Tiny-House

Wieso schreiben wir Euch das? Heute ist Tag der Vinyl-Schallplatte. Aber was hat das mit einer Bausparkasse zu tun? Nun ja, alle Studien bestätigen, dass Wohneigentümer im Vergleich zu Mietern über deutlich mehr Raum verfügen. Lassen wir das Tiny-House jetzt einmal außen vor. Wobei – wenn ich drüber nachdenke: Das Tiny-House als Music House. Nur Plattensammlung und Anlage. Auf der Empore liegen und so laut Musik hören, wie ich möchte. Da bekommt der Begriff Hausmusik eine ganz neue Bedeutung. Aber genug geträumt.

 

Fest steht: So eine Plattensammlung braucht Platz. Sie will schließlich entsprechend präsentiert werden. Ich habe beispielsweise dafür ein „Musikzimmer“. Nun gut, da steht auch unser Schreibtisch drin. Außerdem machen sie dort ein paar Schränke breit. Aber eben auch meine Plattensammlung. Sorgsam aufgereiht in Ikea-Elementen der Serie „Ralf“. Angeschafft, um sie mit wachsender Sammlung nachkaufen zu können. Worauf Ikea die Serie freundlicherweise aus dem Programm nahm. Meine Rettung war eBay. Aber das ist eine andere

Geschichte.

Ihr seid auf der Suche nach der richtigen Beratung für euren Weg in die eigenen vier Wände? Wir helfen euch gern.

 

 

Autor: Thomas vom Bloggerteam