· 

Tag der Honigbiene

Wenige Tiere haben sich einen eigenen Tag so redlich verdient, wie die Biene. Ihr Fleiß ist sprichwörtlich. Und dabei erweist sie uns allen einen wichtigen Dienst: Mit ihrer Bestäubung gehört sie zu den tragenden Säulen unseres Ökosystems. Industrialisierung, Gentechnik, Monokulturen und Pestizide machen mittlerweile der Honigbiene wie auch der Wildbiene das Leben mehr als schwer. Wir beobachten aktuell ein erschreckendes Bienensterben.

 

Die nützlichen Tiere brauchen daher unsere Hilfe. Viele Menschen machen sich mit Petitionen oder öffentlichkeitswirksamen Aktionen bereits für sie stark. Doch jeder von uns kann schon mit kleinen Dingen seinen Beitrag zu ihrem Erhalt leisten. Mit bewusstem Konsumverhalten. Dem Bau eines Bienenhotels. Oder dem Anpflanzen der richtigen Kräuter und Pflanzen. Nicht nur Eigenheimbesitzer können hier umgehend aktiv werden.

Blumenwiese in luftiger Höhe

Genau das haben wir im letzten Jahr getan. Unsere Aktivität bestand genaugenommen im Kauf einer Samenmischung mit dem vielversprechenden Namen „Blumenwiese“. Und von acht Säcken Blumenerde. Der Aufwand war also recht überschaubar. Gut, die Erde musste in die vierte Etage geschleppt werden. Altbau wohlgemerkt. Aber lassen wir das.

 

Dann kam beides im richtigen Mischungsverhältnis in unsere Blumenkästen. Die haben wir ans Geländer unserer Dachterrasse gehängt – und ordentlich gewässert. Schon bald hatten wir unsere eigene Almwiese. Das Zeug ist nämlich gewachsen wie nichts. In allen Farben, die du Dir vorstellen und wünschen kannst. Ein echter Hingucker. Und nicht nur wir hatten unseren Spaß an dem Anblick. Tatsächlich summten gleich mehrere Bienen um unsere Blumenpracht herum.

Unterschlupf im Bienenhotel

Wer einen Garten und damit mehr Platz hat, für den geht es natürlich auch eine Nummer größer. Ein Bienenhotel ist als möglicher Nistplatz für die Tiere eine tolle Unterstützung. Es lässt sich leicht selbst anfertigen. Besonders geeignet sind unbehandelte Naturmaterialien wie Holz, Lehm oder Stein. Bohrt Nistlöcher in verschiedenen Größen hinein. Von bis zu zehn Millimetern Durchmesser mit einer Tiefe von etwa acht Zentimetern. Lasst dabei einem Abstand von etwa zwei Zentimetern zwischen den Löchern. Fertig ist Euer Tiny-House fürs Bienenvolk.

 

Stellt das Bienenhotel an einen regen- und windgeschützten Platz. Am besten nach Süden oder Südosten ausgerichtet. Es sollte so befestigt werden, dass es durch mögliche Windböen nicht zu stark ins Schaukeln geraten kann. Dann noch ein Dach zum Schutz vor Feuchtigkeit drüber. Denn nicht vergessen: Der Unterschlupf bleibt auch im Winter bewohnt. Sind im Garten schließlich genügend Nahrungsquellen vorhanden, seid Ihr im Team der Bienen-Retter aufgenommen.

Euch fehlt nur noch der eigene Garten? Da können wir helfen!

 

 

Autor: Thomas vom Bloggerteam