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Tag der Bratwurst

Beim Begriff Bratwurst kommt er uns beinahe zwangsläufig in den Sinn – der Grill. Und das nicht von ungefähr. Umfragen haben ergeben: Des Deutschen zweitliebstes Grillgut hinter einem appetitlichen Stück Fleisch ist die Bratwurst. Was gäbe es also Schöneres, als den Tag standesgemäß in netter Gesellschaft mit Grillrost und -kohle zu beschließen?

 

Mir fiele da einiges ein. Denn – darf man das am Tag der Bratwurst sagen? Ich bin kein wirklicher Fleischfreund. Und dann bin ich zu allem Überfluss auch noch passionierter Nicht-Griller. Wenn also jemand unverdächtig ist, an diesem Tag etwas zu Ehren der Bratwurst beizutragen, dann ja wohl ich.

Fleischlose Variante

Aber der Reihe nach. Auch ich habe in der Vergangenheit die ein oder andere Bratwurst mit Genuss vertilgt. Aber Geschmäcker ändern sich. Zum Glück gibt es ja mittlerweile fleischlose Varianten. Und die schmecken – genau: grässlich. Da lass ich es lieber. Ich bin schon vor längerer Zeit auf Halloumi-Spieße umgestiegen. Das ist ein halbfester zypriotischer Käse, der sich hervorragend zum Grillen eignet. Den beispielsweise mit Paprika und Champignons im Mischungsverhältnis deiner Wahl aufgespießt. Oder mit welch anderem Gemüse auch immer. Und die Party ist gerettet.

Denn eigentlich mag ich Grillabende. Solange das Drumherum stimmt. Also jemand anderes grillt. Ansonsten gehört für mich ein Grill in den eigenen Garten. Nicht in die Enge des Balkons oder des öffentlichen Parks zwischen Hunderten wildfremder Grillmeister. Dazu die Familie oder Freunde. Wohlgemerkt „oder“. Und am liebsten Freunde. Das hebt die Stimmung. Insbesondere meine. Denn meine Kinder futtern mir meist die Spieße weg – und stürzen sich erst dann auf die Würste.

Grillmeister gefragt

Fehlt noch der ambitionierte Grillmeister. So wie mein Freund Christian. Der hat sogar die passende Zeitschrift abonniert. Ich glaube, der würde ohnehin niemanden an seinen Grill lassen. Der ist dem heilig. Dazu das Ambiente. Seine Datsche. Von der Größe mit unserem Tiny-House vergleichbar. Nur etwas weniger schmuckvoll. Aber mit Grundstück direkt am See. Die Wurst und das Fleisch kommen vom Dorfmetzger. Die Getränke aus dem Kühlschrank. Die Halloumi-Spieße aus meiner Kühltasche. Keiner, der sie mir wegfuttert. Und die Mücken stechen im Takt der Musik aus der Soundbar. Sommerabende, wie gemalt.

 

So ist Grillen dann doch mein Ding. Und die Bratwurst? Die gönne ich jedem, der sie mag, von ganzem Herzen – und wohl gefülltem Bauch.

Auch du willst schon bald im eigenen Garten grillen? So einfach kann's gehen! Gebt mir Tipps.

 

 

Autor: Thomas vom Bloggerteam