Energiesparen für Zuhause: So einfach geht's

Wir alle können etwas für eine saubere Umwelt tun, vielleicht auch etwas mehr. Aber ehrlich, wie oft fragen wir uns, warum man Energie sparen sollte? Weil es Geld spart. Energie kostet Geld, daher sind alle Energiesparmaßnahmen auch gut, um ganz nebenbei die eigenen Kosten zu senken. Ein großer Teil unserer Energie ist noch immer klimaschädlich. Oft geht es nur um die großen Maßnahmen zum Klimaschutz, um energieeffiziente Gebäude usw. Dabei nutzen auch schon die kleinen Einsparungen in unserem Alltag. Mit unseren Energiespartipps schont ihr euren Geldbeutel und gleichzeitig die Umwelt. Ihr werdet überrascht sein und staunen, mit welchen Kleinigkeiten und einfachen Mitteln sich im täglichen Gebrauch Energie einsparen lässt. Dabei muss niemand auf den gewohnten Komfort verzichten.

75 Prozent gehen an die Heizkosten

Heizen ist wichtig, denn nur ein warmes Haus ist auch ein gemütliches Zuhause. Außerdem beugt es Feuchtigkeit und gesundheitsschädlichen Schimmel vor. Doch Heizen ist auch mit hohen Kosten verbunden. Drei Viertel der Energiekosten für einen Privathaushalt entfallen auf die Heizung. (Tipps zum richtigen Heizen)

Weitere elf Prozent werden für Warmwasserbereitung fällig. Besonders Boiler verbrauchen viel Energie. Aber das heißt ja auch, dass es bei hohen Kosten auch viel Sparpotenzial gibt.

Duschen, Baden Zähne putzen, wir alle brauchen täglich 30 bis 50 Liter warmes Wasser. Wohlbemerkt: am Tag. Ein Vollbad verbraucht übrigens dreimal so viel Energie wie ein Duschbad. Das spart nicht nur Wasser, sondern auch Energie. Beim Einseifen oder Zähneputzen gilt: Wasser aus! Auch tropfende Hähne solltet ihr unbedingt abdichten. Zehn Tropfen pro Minute werden im Monat 170 Liter, also mehr als eine Badewanne. Um nicht unnötig Wasser zu vergeuden, gibt es im Baumarkt für unter fünf Euro Durchflussbegrenzer. Und schon habt ihr die Hälfte des Wassers gespart.

Moderne Geräte und ein neues Energie-Label

Wir alle nutzen in unserem Zuhause Haushaltsgeräte von Geschirrspüler, Gefrierkombination, Waschmaschinen und Wäschetrockner bis hin zum Fernseher für den alltäglichen Komfort. Seit März 2021 gibt es neue EU-Energieeffizienzlabels. Die Effizienzklassen A+ bis A+++ entfallen bei den genannten Gerätegruppen. Mit der Rückkehr zu den Klassen A bis G sollen Verbraucher leichter Produkte beurteilen und vergleichen. Die neuen Labels informieren nicht nur über den Strombedarf, sondern über einen QR-Code auch über weitere wichtige Kaufkriterien. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen sich auf deren Grundlage verstärkt für sparsame Geräte entscheiden. So sollen europaweit hohe Energieeinsparungen und damit ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz erzielt werden.

 

Natürlich spielen auch eure finanziellen Möglichkeiten bei der Anschaffung moderner Geräte eine Rolle. Übrigens kommt ein moderner Geschirrspüler mit weniger Strom und Wasser aus, als wenn ihr mit der Hand abwascht. Kühl- und Gefriergeräte verbrauchen viel Energie und sind rund um die Uhr in Betrieb. Hier ist also energiesparendes Verhalten besonders wichtig. Auch bei Waschmaschinen geht es um den möglichst geringen Wasser- und Stromverbrauch sowie die Schleuderwirkungsklasse. Dann braucht die Wäsche weniger Trockenzeit oder ihr könnt im besten Fall komplett auf einen Trockner verzichten. Wäschetrockner sind echte Energieschlucker. Um optimal zu sparen, könnt ihr jedoch noch mehr tun.

Da geht euch ein Licht auf?

Knipst den Stromfressern das rote Lämpchen aus und vermeidet Stand-by-Betrieb. Die Stand-by-Funktion ist eine nützliche Erfindung, keine Frage. Doch zieht jedes Gerät ununterbrochen Strom. Das können je nach Gerät bis zu 10 Watt pro Stunde sein. Wusstet ihr, dass der Stand-by-Verbrauch pro Jahr in jedem Haushalt durchschnittlich etwa 100 Euro Stromkosten verursacht?

 

Egal, in welchem Raum, ob Bad, Wohnzimmer oder Schlafzimmer, überall benötigen wir Licht. Tageslicht können wir nicht ständig nutzen. Die Energiekosten für Beleuchtung belaufen sich auf rund zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs eines Haushalts. Im Handumdrehen lässt sich schnell und unkompliziert jede Menge Energie sparen. Wenn ihr auch hier einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollt, stellt euer Zuhause auf energieeffiziente Beleuchtung um. Das sieht vielleicht nach einem kleinen Beitrag aus. Rechnet das mal auf euren Wohnort oder nur eure Straße um. Da kommt einiges zusammen. LEDs sind noch energiesparender als die beste Energiesparlampe oder Halogenlampen. Sie geben mehr Licht und sparen doch Strom. Und ganz einfach ist es, wenn ihr das Licht ausschaltet, wenn ihr den Raum verlasst.

Zu jedem Topf der passende Deckel

Klingt banal, ist aber so. Zu jedem Topf findet sich ein Deckel. Passt er perfekt, kannst du auch damit Energie sparen. Wenn dann der Topf noch richtig auf den Herd passt, senkst du deinen Energieverbrauch beim Kochen um bis zu zwei Drittel.

Ihr wollt euch beraten lassen?

Da haben wir gleich noch mehrere Hinweise für euch. Euer Energieversorger bietet eine kostenlose Energieberatung an und ihr erhaltet zusätzlich Tipps zum Thema Energiesparen. Auch die Verbraucherzentrale bietet Energieberatungen an, allerdings gegen einen geringen Obolus. Außerdem könnt ihr bei beiden auch kostenlos ein Strommessgerät ausleihen. Es zeigt den Stromverbrauch für jedes Haushaltsgerät an und hilft, Stromfresser aufzuspüren.

 

Und natürlich berät auch unser Team, wie euer Zuhause energieeffizient wird. Macht es mit unserem WohnFit3 im wahrsten Sinne des Wortes energiefit und plant die eine oder andere Modernisierungsmaßnahme.

Autor: Ariane Greiner