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Bausparen im Zinstief - Teil 4

Eine Wohneigentumsfinanzierung läuft über einen langen Zeitraum. Und selbst wenn Experten erst einmal nicht mit einer Zinswende rechnen: Wenn sie kommt, kostet jeder Prozentpunkt zusätzlich eine Menge Geld.

 

Du hast den Anfang unserer Reihe zu Bausparen im Zinstief verpasst?

Teil 1: Vorteile von Bausparen im Zinstief

Teil 2: Fest plan und dabei flexibel bleiben

Teil 3: Der Staat spart mit

Zinsrisiken vermeiden

Die Zinsen für Baukredite sind in der Regel für 5, 10 oder 15 Jahre festgeschrieben. Nach Abschluss der Zinsbindungsfrist muss über die Konditionen für das Restdarlehen neu mit dem Kreditinstitut verhandelt werden. Grundlage ist dann das zu diesem Zeitpunkt aktuelle Zinsniveau. Falls es bis dahin auf dem Kapitalmarkt gestiegen ist, kann es eine böse Überraschung geben.

 

Jetzt handeln rechnet sich. Ein einfaches Beispiel: Nimmt der zukünftige Eigentümer einen Kredit über 100.000 Euro mit zwei Prozent Zinsen und zwei Prozent Tilgung auf, muss er dafür monatlich 333 Euro einbringen. Nach einer Laufzeit von zehn Jahren hat er rund 18.000 Euro Zinsen gezahlt. Müsste er dieselbe Summe bei einem Zinsniveau von vier Prozent finanzieren, würde die monatliche Rate 500 Euro betragen, also 167 Euro mehr. Nach zehn Jahren summieren sich die Zinsen auf mehr als 35.000 Euro.

 

Es lohnt sich also, jetzt die Gunst der Stunde mit den Niedrigzinsen zu nutzen. Wer auf Sicherheit bedacht ist, überlässt auch die künftige monatliche Belastung nicht der zufälligen Entwicklung am Kapitalmarkt. Er sorgt mit einem Bausparvertrag für die Zeit nach der Zinsbindung vor. Denn mit dann zugeteilten Bausparmitteln lässt sich die Restschuld ideal tilgen.

Zinsen optimieren

Ihr erfüllt euch bereits den Traum von den eigenen vier Wänden? Dann könnt ihr euch jetzt rechtzeitig die historisch niedrigen Zinsen für die Anschlussfinanzierung sichern. So habt ihr die allerbesten Chancen, von den günstigen Konditionen zu profitieren. Das Sparpotenzial ist immens.

 

Am besten beschäftigt man sich zwei bis drei Jahre im Voraus mit dem Thema. Wer sich zeitig informiert, ist bestens vorbereitet. Eigentümer können auch gleich zugreifen und ein Forward-Darlehen nutzen. Damit sichern sie sich die heutigen Konditionen für einen Anschlusskredit, der erst in zwei, drei oder maximal fünf Jahren ausgezahlt wird.

 

Eine weitere Möglichkeit, ein niedriges Zinsniveau für später festzuhalten: die Finanzierung frühzeitig mit einem Bausparvertrag unterlegen. Mit einem herkömmlichen Hypothekenkredit werden Tilgung und Laufzeit festgelegt. Dann lässt sich die Restschuld ermitteln und über diese Höhe ein Bausparvertrag abschließen. Der löst die Restschuld ab. Und die Finanzierung ist von der ersten bis zur letzten Rate fest kalkuliert.

Verjüngungskur für den alten Vertrag

Hohe Flexibilität und viele Optionen ermöglichen es auch Bausparern mit älteren Verträgen, vom aktuellen Niedrigzinsniveau zu profitieren. Denn alle Kunden mit Altverträgen können problemlos in aktuelle Tarife mit niedrigen Darlehenszinsen umsteigen. Es gibt für sie – je nach individueller Situation – verschiedene Möglichkeiten.

 

Oft ist der Umstieg in einen aktuellen Tarif der einfachste Weg. Denn die heutigen Tarife bieten günstige Darlehenszinsen, aus denen Bausparer bei einer Finanzierung Vorteile ziehen können. Eine weitere Variante ist es, ein alternatives Finanzierungsangebot der Bausparkasse in Anspruch zu nehmen. Dies kann zum Beispiel ein Kombikredit in den aktuellen Tarifen sein.

 

In einer individuellen Beratung lässt sich die für jeden am besten geeignete Lösung finden.

 

 

Autor: Thomas vom Bloggerteam