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Eine Sorge weniger

Noch immer hat uns die Pandemie voll in Griff und viele machen sich Gedanken, wie das Leben und Wohnen weiter finanziert werden kann. Vielen ist in den letzten 13 Monaten auch sehr bewusst geworden, dass das Leben mit Home-Office und Home-Schooling in einem Haus mit Garten doch leichter zu gestalten ist. Vielleicht wohnt ihr schon in eurem eigenen Zuhause oder plant doch schneller als gedacht, euch den Wunsch nach den eigenen vier Wänden zu erfüllen. Wohneigentum hat durch die in ihm viel verbrachte Zeit einfach eine höhere Priorität bekommen.

Wir sind auch in der Krise für euch da. Wir helfen euch bei Sorgen und Anliegen zu eurer Baufinanzierung unkompliziert weiter. Wir haben die wichtigsten aktuellen Informationen für euch zusammengestellt.

Kein oder weniger Einkommen? Was passiert mit dem Baudarlehen?

Die Baufinanzierung eures Bau- oder Kaufvorhabens war sorgfältig kalkuliert und stand auf einem sicheren Fundament und dann kam Corona und macht manchem einen Strich durch die Rechnung. Aber ihr sollt euer Zuhause weiter genießen. Nicht nur Selbstständige, auch Arbeitnehmer mit Kurzarbeitergeld, können möglicherweise die monatlichen Raten nicht mehr aufbringen. Das kann zu einem ernsten Problem werden. Und diese Sorgen möchten wir euch möglichst nehmen. Ihr müsst unbedingt das Gespräch mit eurer finanzierenden Bank suchen, um eine Lösung zu finden. Grundsätzlich solltet ihr nie ohne Rücksprache einfach aufhören, die Raten zu zahlen. Sucht das Gespräch so früh wie möglich, solltet ihr in finanzielle Nöte geraten.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Aktuell wissen auch die Banken um die schwierige und vor allem unverschuldete Situation mancher Kunden und sind offen und lösungsorientiert. Neben Stundungen bieten manche Kreditinstitute möglicherweise Tilgungsaussetzungen sowie Anpassungen des Tilgungssatzes an. Dann gibt es noch die Möglichkeit einer Anschlussfinanzierung. Jedes Anliegen wird individuell entschieden.

Ganz wichtig ist, dass sämtliche Zins- und Tilgungsleistungen nur aufgeschoben und nicht erlassen werden. Der Darlehensvertrag verlängert sich meist um den Zeitraum und die aktuell nicht leistbaren Raten. Oft verursachen die Änderungen auch Gebühren. Die Bedingungen sind von Bank zu Bank sehr verschieden. Grundsätzlich haben Kreditnehmer keinen Anspruch auf eine solche Vereinbarung. Wichtig ist bei allen Varianten, was ursprünglich vertraglich vereinbart worden ist. Auch hier der Hinweis: Sprecht ehrlich mit eurem Berater.

Stundung

Bei einer Stundung erlaubt die kreditgebende Bank dem Kreditnehmer für einen vereinbarten Zeitraum, die monatliche Rückzahlung des Kredites auszusetzen. In der Regel führt eine Stundung zu einer Verlängerung der Kreditlaufzeit. Je nach Vereinbarung kann es aber auch sein, dass die gestundeten Raten zu einem festgelegten Zeitpunkt zusätzlich zur regulär fälligen Rate gezahlt werden müssen. Achtung: Einige Banken verlangen einen Stundungszins.

Tilgungsaussetzung

Mit einer Tilgungsaussetzung kann eine überschaubare Zeit überbrückt werden. In diesem Zeitraum werden nur die monatlichen Zinsen, aber keine Darlehensrate gezahlt. Oft ist dies für sechs Monate möglich. Aktuell sind auch oft kürzere oder längere Zeiträume machbar. Wichtig ist auch hier, was im Vertrag steht. Ausnahmen sind auf Grund der aktuellen Lage aber oft möglich.

Tilgungssatzanpassung

Eine weitere Variante ist die Tilgungssatzanpassung. Hierbei ändert sich der Tilgungssatz und damit auch die monatliche Tilgungsrate. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass diese Anpassung zum einen Gebühren verursachen kann und zum anderen nicht nur für die Zeit des finanziellen Engpasses gilt. Wird der Tilgungssatz einmal geändert, gilt er dauerhaft. Durch einen gesenkten Tilgungsanteil verlängert sich die Laufzeit des Darlehens zudem massiv. Ob eine erneute Anpassung nach dem finanziellen Engpass möglich ist, muss ebenfalls besprochen werden.

Anschlussfinanzierung

Bei älteren Baukrediten gibt es die Möglichkeit, monatliche finanzielle Belastung durch eine Anschlussfinanzierung zu verringern. Ist das Darlehen bereits vor zehn oder mehr Jahren ausgezahlt worden, kann es unabhängig von der ursprünglich vereinbarten Sollzinsbindung mit einer sechsmonatigen Frist kostenfrei gekündigt werden. Über den neuen Kredit wird die noch offene Restschuld finanziert. Die Umschuldung kann sich durchaus lohnen, da die Zinskonditionen vor zehn oder mehr Jahren deutlich schlechter waren. So erreicht ihr zu deutlich niedrigeren monatlichen Raten eine dauerhafte finanzielle Entlastung.

Was hilft außerhalb der Finanzierung?

Auch ein günstiger Ratenkredit kann eventuell sinnvoll sein, um bei einem kurzfristigen finanziellen Engpass damit die fälligen Raten auszugleichen. Zur Überbrückung kann als Puffer auch erspartes privates Vermögen, möglicherweise Ererbtes und auch ein Darlehen innerhalb der Familie helfen, um in der Überbrückungszeit den Kredit zu bedienen.

Wo findet ihr Unterstützung und individuelle Beratung?

Vereinbart einen Gesprächstermin mit unserem Finanzierungs-Team. Unsere Spezialisten für diese besondere Situation erreicht ihr von Montag bis Freitag unter der konkreten Email lbs-ks@lbs-ost.de. Lasst euch unkompliziert zu euren Themen beraten.

Autor: Beitrag von Ariane Greiner