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BAföG trotz Bausparvertrag? Das geht!

Der Start des Wintersemesters steht bevor. Für viele von Euch beginnt damit ein neuer Lebensabschnitt mit neuen Freiheiten. Aber diese Unabhängigkeit hat ihren Preis: Wohnung, Versicherungen, Essen, Kleidung, Bücher und einiges mehr wollen finanziert werden. Zum Glück gibt es BAföG. So wird der erfolgreiche Abschluss des Studiums etwas einfacher. Leider ist der Weg zum BAföG selbst nicht ganz so leicht. Denn zunächst einmal muss ermittelt werden, ob ein Anrecht darauf besteht und auch in welcher Höhe. Um das festzustellen werden das Einkommen der Eltern und das Vermögen des Studenten genau betrachtet. Ein Bausparvertrag kann da teilweise für Probleme sorgen. Wir geben euch Tipps!

Was wird gezählt?

Von der angesparten Vermögenssumme bleiben 7.500 Euro anrechnungsfrei. Zum Vermögen gehören Sparverträge, Tagesgeldkonten, Fondssparpläne, Kapitallebensversicherungen und andere kapitalbildende Geldanlagen. Und auch das angesparte Kapital auf dem Bausparvertrag. Der zählt wie die Kapitallebensversicherung selbst dann zum Vermögen, wenn er erst nach mehreren Jahren ausgezahlt wird.

 

Zu diesen „klassischen“ Anlagen kommen Schmuck, Münzsammlungen, das eigene Motorrad oder Auto, Grundstücke oder Mietkautionen hinzu. Nicht berücksichtigt werden Rechte auf Versorgungsbezüge, auf Renten und andere wiederkehrende Leistungen, Übergangsbeihilfen sowie die Wiedereingliederungsbeihilfe, Nießbrauchsrechte und Haushaltsgegenstände.

Weniger bringt mehr

Auch wenn es vielleicht absurd klingt: Um mehr Bafög zu erhalten, solltet ihr gegebenenfalls vor der Antragstellung euer Vermögen verringern. Wir wollen Euch jetzt aber nicht dazu verleiten, euer Geld aus dem Fenster zu schmeißen. Ihr solltet euch vielmehr Dinge anschaffen, die ihr für das Studium ohnehin benötigt: zum Beispiel Möbel für die erste eigene Wohnung, ein neues Notebook oder weiteres technisches Equipment. Was auch immer – es sollten Haushaltsgegenstände sein, die nicht zum Vermögen angerechnet werden.

 

Was nicht funktioniert: Euren Bausparvertrag sowie anderes Geld- oder Sachvermögen an eure Eltern übertragen. Der Trick mit der Verlagerung ist rechtsmissbräuchlich und wird von den Behörden sofort durchschaut. Das Vermögen wird trotzdem euch zugerechnet. Hinzu kommt, dass es für euren auf den Namen der Eltern übertragenen Bausparvertrag eventuell weniger staatliche Förderung gibt – wenn nämlich diese die Einkommensgrenzen überschreiten.

 

Bei weiteren Fragen rund um den Bausparvertrag gibt es hier noch mehr Infos.

 

 

Autor: Thomas vom Bloggerteam