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Nicht vergessen: Anschlussfinanzierung

Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist für eure Baufinanzierung wird in den meisten Fällen eine Anschlussfinanzierung erforderlich. Das Gute ist, ihr habt euch den Traum vom Eigenheim bis hierher schon ein großes Stück erfüllt. Nun tilgt ihr den restlichen Kredit für eure Baufinanzierung. Auch wenn es immer noch lange hin scheint, behaltet eure Anschlussfinanzierung rechtzeitig im Blick.

Eine Anschlussfinanzierung ist erforderlich, wenn die Zinsbindung vor Rückzahlung des

Darlehens endet. Anschließend wird der Sollzinssatz meist deutlich teurer. Als Kreditnehmer könnt ihr dann das Restdarlehen bei eurem Kreditinstitut mit neuen Konditionen verlängern. Es ist auch möglich, das Darlehen nach Ablauf der Zinsbindung durch Eigenmittel oder durch einen Kredit eines anderen Instituts zurückzuzahlen.

Zinsen frühzeitig sichern

Wie auch die Erstfinanzierung muss auch die Anschlussfinanzierung gut geplant sein. Um

sich das derzeit noch niedrige Zinsniveau zu sichern, haben Kreditnehmer verschiedene Möglichkeiten. Wer vorausdenkt ist, kann sich die aktuell niedrigen Zinsen für die nächsten Jahre sichern. Heute erklären wir die Möglichkeiten der Anschlussfinanzierung: Prolongation, Forward-Darlehen und Umschuldung.

Eines ist gleich zum Anfang gesagt: Ihr solltet verschiedene Angebote einholen. Und: Ihr müsst nicht bei der finanzierenden Bank bleiben. Für einen besseren Marktüberblick beginnt frühzeitig vor Ende der Zinsbindungsfrist damit, mehrere Angebote von verschiedenen Anbietern einzuholen. Nehmt euch auch genügend Zeit für eine Entscheidung. Als Darlehensnehmer solltet ihr euch dabei bewusst sein, dass ihr auch für andere Anbieter interessant seid, da ihr ja bereits jahrelang zuverlässig ein Darlehen abbezahlt habt. Bedenkt aber auch die entstehenden Wechselkosten für Notar, Grundbucheintragungen usw. bei eurer Planung, um das Angebot auch wirklich attraktiv zu finden.

Drei Varianten

Prolongation bedeutet, dass ein Darlehen nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit mit der

aktuell kreditführenden Bank oder dem Finanzierungsinstitut zu gleichen oder veränderten Konditionen verlängert wird. Auch wenn dies als sehr unkomplizierte Form klingt, solltet ihr auch hier überlegen. Günstigere Konditionen mit wenigen Zehntel-Prozent niedrigeren Zinsen machen je nach Darlehen einen großen Unterschied. Ebenso wie steigende Zinsen aus dem alten Darlehen.

Bei einem Forward-Darlehen regelt ihr als Kreditnehmer die Anschlussfinanzierung auf

diese Weise. Es wird an das laufende Darlehen und bereits vor Ablauf der Zinsbindung

abgeschlossen. Da niemand weiß, wie sich die Zinsen entwickeln, kann ein Forward-

Darlehen bei einer Vorlaufzeit von maximal zwei bis drei Jahren und in Niedrigzinsphasen

sinnvoll sein. Bauherren schreiben so die derzeit günstigen Konditionen im Voraus fest.

Dafür kostet die gebotene Zinssicherheit einen geringen Zinsaufschlag (0,01 bis 0,03

Prozent). Überdenkt auch eure Restschuld und welche Raten mit dem neuen Vertrag zu

verkraften sind.

Bei einer Umschuldung wird ein bestehendes Darlehen abgelöst und ein neues – in der

Regel zinsgünstigeres – Darlehen bei einem anderen Kreditinstitut aufgenommen. Meist hat dieser neue Kredit günstigere Konditionen. Eventuell berechnet der alte Kreditgeber dafür aber eine Vorfälligkeitsentschädigung.

Auch bei der LBS machbar

Auch bei uns als Landesbausparkasse könnt ihr mit einer Anschlussfinanzierung steigenden Zinsen entgegensteuern. Unsere Bausparverträge sind flexibel, zinssicher, staatlich gefördert und dank der aktuell günstigen Zinsen besonders geeignet, um euren alten Kredit abzulösen. Für Anschlussfinanzierer bieten wir das Finanzierungsmodell „LBS-Zinssicherungsdarlehen“ an.

Etwas Aufwand für den Anschluss

Natürlich ist eine Anschlussfinanzierung etwas aufwendiger als eine reine Prolongation bei eurer alten Bank - also die Fortführung eures Darlehens. Plant einige hundert Euro an

Kosten für den Notar sowie die Freigabegebühren des alten Kreditinstituts ein. Doch wenn ihr die Belastung mit der Ersparnis vergleicht, spart ihr viel Geld. Die vielen Vorteile machen das bisschen Papierkram allemal wett: bessere Konditionen, lange Laufzeiten und somit auf die Dauer mehr finanzieller Spielraum.

Der Staat spart mit

Bausparer unterstützt der Staat mit Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und

Wohn-Riester. Aktuell profitieren vor allem junge Menschen von der Wohnungsbauprämie (WoP). Sprecht uns an, wir unterstützen euch rund ums Thema Baufinanzierung und auch auf der Suche nach der geeigneten Anschlussfinanzierung. Unsere Berater beantworten gern alle Fragen und finden das Angebot, das am besten zu euren Bedürfnissen passt.